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DGAV-Risikorechner für Eingriffe beim Kolon- und Rektumkarzinom Vorstellung eines chirurgischen Algorithmus zur Patientenpartizipation und Qualitätssicherung

Anhand großer Datensätze werden immer häufiger Algorithmen auch im Bereich der Gesundheit entwickelt, sei es zur Vorhersage von Behandlungsergebnissen oder der Lebenserwartung. In der Chirurgie wird es ebenfalls immer wichtiger, Komplikationen frühzeitig zu analysieren und zu senken. Ziel ist es, die Behandlungs- und Lebensqualität zu verbessern und somit das Patientenwohl zu steigern. Die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) hat zwölf StuDoQ-Register entwickelt, in denen pseudonymisierte Daten von insgesamt 150.000 Patienten erfasst sind. Mit den gesammelten Daten der Register StuDoQ|Kolonkarzinom und StuDoQ|Rektumkarzinom wurden am Institut für Medizinische Informationsverarbeitung, Biometrie und Epidemiologie (IBE) der Ludwig-Maximilians-Universität München Risikomodelle entwickelt und validiert. Anhand der gesammelten Patientendaten ermittelt der Rechner die statistische Wahrscheinlichkeit des individuellen Komplikationsprofils des zu operierenden Patienten. Der Rechner stellt ein Hilfsmittel in der Entscheidungsfindung zur Operation dar. Der behandelnde Chirurg mit seiner Erfahrung bleibt der Letztverantwortliche für den Patienten.